Montag, 14. September 2009

Sinne

Es sind wunderbare Gerüche,die mich erfassen. Gerüche von Kaffee und Pralinen und ein Duft von Schokolade, der von dieser kleinen Torte dort hinten in der Ecke rührt.

Und es sind diese Klänge. Klänge, mal sind sie klassisch, mal reißen sie dich mit und mal versetzen sie dich in Trance. Die schrillen und hohen Töne der Oper mögen mir womöglich zuwider sein, doch der kraftvolle Ton der Kirchenorgel, er gibt mir Ruhe, er versetzt mich in eine gewisse Trance und macht mich nachdenklich.

Und es sind beeindruckende Gebäude. Von Farbe und Pracht geziert, jene riesige Kirche, die so viele Geschichten erzählt und ein prunkvolles Schloss, welches alleinig aus Eitelkeit der Menschheit errichtet wurde.
Eine Frau, deren Enge und Unterdrückung man heute noch zwischen den Wänden der Prachtbauten spürt, genauso wie ihren Schönheitswahn, der sie ihr ganzes Leben lang begleitete.

Und plötzlich weicht diese drückende Stimmung, ich finde mich auf einem dieser roten, samtenen Stühle wieder. Die Menschen um mich herum lachen und klatschen. Sie sind völlig fasziniert von den Frauen und Männern, die sich dort oben auf der Bühne zur Schau stellen und die Theatervorstellung eröffnen.
Ein Eis wird uns auf dem Rückweg begleiten, man kann sie mit vollem Recht, als die beste Eisdiehle betiteln, die ich kennen lernen durfte.

Die Straßen tragen einen unangenehmen Geruch nach Urin und Dreck mit sich, doch der verträumten Atmosphäre tut dies kein Abbruch.
Eine Pferdekutsche, sie reißt mich aus meinen Gedanken,man trifft sie hier überall, genauso wie diese kleinen, runden Pralinen aus Marzipan.
Die Staßenbahn wird uns wieder zurück geleiten, denn sie fährt hier die ganze Zeit über.

Ein Erlebnis ist es allemal.

Das alles ist Wien.

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