Dienstag, 18. August 2009

Zugbekanntschaften


Ich muss zugeben, in letzter Zeit komme ich sehr viel herum und habe die Gelegenheit so einiges zu sehen von dieser Welt. Diesmal war es die wunderschöne Stadt München, die ich bereiste und der ich zugegebenermaßen erstmal sehr skeptisch gegenüber stand. Wahrscheinlich bin auch ich ein Freund des Klischeedenkens, da meine Vorstellung von München vorerst nicht über Bierbäuche, Trachten und Volksgedudel hinaus ging. Ich muss aber dann immer wieder lernen, dass meine ersten Vorstellungen und Eindrücke oft nicht richtig sind. Und doch, ich lasse mich auch immer wieder gerne eines Besseren belehren :)

So begann unsere 5-tägige Reise und schon die Zugfahrt wurde sehr unterhaltsam. Nach gewissen Komplikationen bezüglich unserer reservierten Plätze fanden wir uns neben einer Hand voll Rosenheimer Schnittchen wieder, die die volle Zugfahrt damit beschäftigt waren, zu kniffeln und Weißbier zu trinken. Schon hatte uns unser hessischer Akzent als Touris enttarnt, bekamen wir einen Haufen voller Insidertipps (hauptsächlich von Bar und Kneipen), denen wir in München unbedingt mal einen Abend opfern sollten. Ich muss schon zugeben, dass mir die Mentalität der Bayern von Anfang an imponierte und so wurde ich fast ein wenig sentimental, als wir uns von unserer Zugbekanntschaft verabschiedeten. Aber das ist wohl auch eines der reizvollen Dinge am Zugfahren, dass man Menschen begegnet, die man mit größter Wahrscheinlichkeit niemals mehr im Leben treffen wird.

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